Rückblick auf die SCCON 2026
Wenn Geodaten, KI und BIM zusammenkommen
Drei Tage Smart Country Convention in Berlin haben gezeigt, wie stark Künstliche Intelligenz, Geodaten und Digitale Zwillinge die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung prägen. con terra brachte sich mit Vorträgen, Moderationen und konkreten Projekterfahrungen in das Programm ein.
Mit mehr als 30.000 Teilnehmenden verzeichnete die Smart Country Convention (SCCON) 2026 einen neuen Besucherrekord. Über 900 Speaker, 7 Bühnen, rund 1.400 Sessions und mehr als 650 Aussteller machten die Veranstaltung vom 13. bis 15. Oktober zu einem zentralen Treffpunkt für die digitale Transformation von Staat und Verwaltung.
Für con terra standen insbesondere Digitale Zwillinge, GeoAI sowie das Zusammenspiel von GIS, BIM und Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt. Fünf Kolleginnen und Kollegen waren dazu in Berlin vor Ort.
Spatial Document Intelligence
Wie lassen sich Informationen aus umfangreichen Dokumentenbeständen automatisiert erschließen und für Digitale Zwillinge nutzbar machen? Dieser Frage widmeten sich Dr. Thore Fechner von con terra und Marcel Waetke von IT.NRW in ihrem Vortrag „Spatial Document Intelligence für die Bauakte im Digitalen Zwilling Tunnelanlagen“.
Der Ansatz: KI erschließt relevante Informationen aus unstrukturierten Dokumenten. Anschließend werden diese strukturiert, mit ihrem räumlichen Kontext verknüpft und für die weitere Nutzung aufbereitet. Im Zusammenspiel von GIS, BIM und GeoAI wird vorhandenes Wissen so für Digitale Zwillinge und datenbasierte Prozesse nutzbar.
=> mehr zum Thema Spatial Document Intelligence finden Sie unter: Spatial Document Intelligence | con terra
Geodaten und KI: Erfahrungen aus konkreten Projekten
Der Deep Dive „Digitale Räume, direkte Wirkung: Geodaten und KI im Einsatz“ lieferte konkrete Beispiele aus der öffentlichen Verwaltung – darunter Projekte, an denen con terra beteiligt ist.
- Dr. Frank Knospe (Stadt Essen) berichtete über die KI-gestützte Erschließung historischer Baupläne im Kontext der Schulsanierung.
- Ekkehard Deußen (Straßen.NRW) stellte den Digitalen Zwilling Kiesbergtunnel vor und zeigte, wie BIM, Geodaten und KI bei komplexer Infrastruktur zusammenspielen.
Marc Kleemann (con terra) moderierte als Vorstandsmitglied des Bitkom Arbeitskreis Geoinformation den Deep Dive. Außerdem brachte sich con terra in weitere Workshops und Diskussionen ein, etwa zur Frage, wie Smart Cities Transparenz, Sicherheit, Resilienz und Handlungsfähigkeit verbinden können.
Smart City zwischen Transparenz, Sicherheit und Handlungsfähigkeit
Im Workshop des Bitkom AK Smart City / Smart Region und des Bitkom AK Open Data / Open API teilten Jörg Naumann (Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe), Melitta Kühnlein (Landeshauptstadt Potsdam), Dénes Jäger (Open Knowledge Foundation) und Annegrit Seyerlein-Klug (Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen) ihre Erkenntnisse aus aktuellen Sicherheitslagen. Die Diskussion, die von Marc Kleemann moderiert wurde, zeigte, dass die intelligente Öffnung von amtlichen Geodaten (Open Data) insbesondere in Krisensituationen und der Schutz kritischer Infrastrukturen vereinbar sind; ein Effekt, der sich am Digitalen Zwilling Gefahrenabwehr NRW und dem offenen Digitalen Zwilling NRW sichtbar machen lässt, die con terra mitentwickelt.
Von der Technologie zur konkreten Anwendung
Die SCCON 2026 hat gezeigt: Bei GeoAI und Digitalen Zwillingen zählt zunehmend die praktische Anwendung. Entscheidend ist, wie sich Dokumente, Geodaten, BIM-Modelle und Fachwissen zusammenführen und in bestehende Prozesse integrieren lassen.
Für con terra bot die SCCON zahlreiche Gelegenheiten, sich mit Verwaltung und Partnern darüber auszutauschen, wie sich GeoAI und Digitale Zwillinge aus konkreten Projekten heraus weiterentwickeln und in die Praxis übertragen lassen.
Die nächste Smart Country Convention findet vom 5. bis 7. Oktober 2027 in Berlin statt.