Geodaten als Schlüssel für die digitale Transformation
GeoIT Days 2026: GeoIT und Künstliche Intelligenz im Fokus
„Geodaten sind das Herzstück der Digitalisierung.“ Mit dieser Botschaft eröffnete Dr. Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), die GeoIT Days 2026, und ging auf die Chancen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Verwaltung und Wirtschaft ein. Rund 200 Führungskräfte aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten auf der Fachkonferenz der con terra GmbH über die Zukunft von GeoIT und Künstlicher Intelligenz.
Unter dem Motto „GeoIT Solutions in an AI Driven World“ zeigten zahlreiche Referentinnen und Referenten, wie Geoinformationstechnologien und KI die Digitalisierung von Staat, Infrastruktur und Wirtschaft beschleunigen. Im Mittelpunkt standen Anwendungsfelder wie die Beschleunigung der Modernisierung öffentlicher Infrastrukturen (wie etwa von Tunnel und Schulgebäude), Stärkung der Klimaresilienz von Städten und ländlichen Räumen, Digitale Zwillinge, Energiewende, intelligente Infrastrukturen und datenbasierte Entscheidungsunterstützung.
Zu den programmatischen Höhepunkten zählte neben den Keynotes von Staatssekretär Dr. Markus Richter der Vortrag von Prof. Dr. Antonio Krüger, CEO und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Unter dem Titel „KI-Kontinent Europa?“ skizzierte er die Chancen Europas und Deutschlands, im internationalen Wettbewerb um Künstliche Intelligenz eine führende Rolle einzunehmen. Geodaten und vertrauenswürdige KI seien dabei eine zentrale Voraussetzung für digitale Souveränität und Innovation.
Ergänzt wurden die Keynotes durch zahlreiche Praxisberichte aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft. IT.NRW zeigte den Einsatz von Digitalen Zwillingen und Metadaten in souveränen Cloud-Infrastrukturen. Die Deutsche Bahn präsentierte das Zusammenspiel von BIM, KI und Digitalen Zwillingen für die Infrastrukturplanung. GeoSN teilte Erfahrungen im Aufbau von KI-Kompetenzen und Ansätze für den Abbau von Barrieren beim Zugang zu Geodaten und Digitalen Zwillingen. Weitere Vorträge befassten sich unter anderem mit KI-gestütztem Bevölkerungsschutz, GeoIT-Standards, Geodatenmanagement in der Immobilienwirtschaft sowie Anwendungen für Straßenbau und Energiewende.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Zukunft von Spatial AI. Mit dem Spatial-AI-Nexus.Münster (SAIN) stellten die Universität Münster, 52°North, das Center for Data Science and Complexity sowie die con terra GmbH ihre gemeinsame Initiative vor. Ziel ist es, wissenschaftliche Exzellenz und industrielle Innovationskraft zu verbinden und vertrauenswürdige GeoAI-Lösungen für Wirtschaft und Verwaltung zu entwickeln.
Die GeoIT Days machten deutlich, dass sowohl die Notwendigkeit als auch die Bereitschaft zu branchen- und zuständigkeitsübergreifender Kooperation sehr hoch sind. Geodaten sind zentrale Grundlage für den erfolgreichen Einsatz Künstlicher Intelligenz und können jetzt in souveränen Umgebungen nutzbar gemacht werden. GeoAI hilft, bestehende (Meta-)Daten zu pflegen und – insbesondere analoge und historische – Daten neu zu erschließen und so einfach nutzbar zu machen.
Die Kombination aus strategischen Impulsen, wissenschaftlichen Perspektiven und konkreten Praxisbeispielen unterstrich die wachsende Bedeutung von GeoIT als Schlüsseltechnologie der digitalen Transformation Deutschlands.
Highlights, Vorträge & Networking
Erleben Sie drei Minuten, die die Atmosphäre der GeoIT Days 2026 perfekt einfangen: inspirierende Vorträge, spannende Workshops, intensive Gespräche und viele persönliche Begegnungen. Unser Rückblickvideo zeigt die Highlights der Veranstaltung und vermittelt die Begeisterung, den Austausch und den Innovationsgeist, die die GeoIT Days zu einem besonderen Treffpunkt der GeoIT-Community gemacht haben.