KnöllchenBotler beim #NRWHack

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KnöllchenBotler beim #NRWHack

12.09.2016

con terra Team mit Chat-Bot Idee beim 2. NRW Hackathon vertreten

Mit der Idee einen Chat-Bot, also ein Programm für eine Messenger App zu entwickeln, welches ortsbezogen auf Eingaben des Nutzers antwortet, reisten vier Mitarbeiter der con terra zum 2. Hackathon des Landes Nordrhein-Westfalen nach Düsseldorf. Das Motto der Veranstaltung lautete „UpDATA your Live“ und es ging darum, Anwendungen zu entwickeln, die mit offenen Daten das alltägliche Leben in NRW erleichtern. Ausgerüstet mit einem Becher Kaffee, einigen Croissants und vielen Ideen ging es am frühen Samstagmorgen in die Landeshauptstadt. Hier wurden das con terra Team, sowie knapp 80 weitere Teilnehmer von Hartmut Beuß, dem Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnologie (CIO) begrüßt.

Rund um die Chat-Bot Idee fanden sich im Pitch schnell acht weitere Mitstreiter. Die Datenbasis: WDR-Redakteur Torsten Fischer hatte auf Grundlage des Informationsfreiheitsgesetzes von der Stadt Köln Daten von Falschparkern aus den letzten drei Jahren angefordert und diese mit zum Hackathon gebracht. Drei Millionen Knöllchen, drei Millionen Datensätze, drei Millionen Standorte, ein Projekt: der „KnöllchenBotler“.  Nach sechs Stunden intensiver Teamarbeit präsentierte das Team das beeindruckende Ergebnis, einen lauffähigen Chat-Bot, der Auskunft darüber gibt, wie häufig an der aktuellen Parkposition ein Knöllchen innerhalb der letzten drei Jahre vergeben wurde. Damit erinnert der „KnöllchenBotler“ daran, wie wichtig es ist ein Parkticket zu ziehen.

KnöllchenBotler App
Die KnöllchenBotler App

Hinter dem "Bot" steckt nicht nur eine Datenbank mit drei Millionen Kölner Knöllchendaten, sondern auch ein mit der Spracherkennungsplattform wit.ai implementiertes Regelwerk, dass die Eingabe des Anwenders in seinem Messenger interpretiert und nach Stichworten wie „Parken“, „Politesse“, „Knöllchen“ etc. durchsucht. Anschließend erfragt der Bot die aktuelle Position, die der Nutzer durch Rückgabe der GPS-Koordinate an das Server-Programm übermittelt. Hier erfolgt mit Hilfe der FME und dem Location Service der ArcGIS Plattform ein Reverse-Geocoding und die Rückgabe des Straßennamens für die aktuelle Koordinate. Im letzten Schritt ermittelt der FME-Prozess dann die Anzahl der in den letzten drei Jahren in der Straße verteilten Park-Knöllchen [in Knöllchen pro Meter Straße], und vergleicht diese mit dem Mittelwert für die gesamte Stadt Köln. Zusätzlich zur Aussage zum statistischen „Knöllchen-Risiko“, liefert der Bot auch die Gesamtzahl der in den letzten drei Jahren verteilten Knöllchen sowie eine Graphik mit Anzahl der Knöllchen pro Stunde an den Messenger des Anwenders zurück.

Mit dem KnöllchenBotler konnte das Team exemplarisch zeigen, wie auf Basis verfügbarer öffentlicher Daten innerhalb kürzester Zeit ortsbezogene, thematisch fokussierte Dienste aufgebaut werden können. Sehr beeindruckend fand dies auch CIO Hartmut Beuß, der zudem sichtlichen Spaß an der Anwendung hatte. „Von den drei Millionen Knöllchendaten gehören einige auch mir", musste der Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnologie bei der Projektpräsentation gestehen.

KnöllchenBotler Team 
UpDATA your Live - Das KnöllchenBotler-Team.

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