Minecraft – Berlin im Klötzchenrausch mit Open Data

Berlin Mitte in Minecraft
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Minecraft – Berlin im Klötzchenrausch mit Open Data

16.06.2016

Die Technologiestiftung Berlin (TSB) hat zusammen mit der con terra GmbH eine Karte des Gebietes Berlin Mitte für Minecraft erstellt. Ein Beleg dafür, dass mit der passenden Brückentechnologie amtliche Geodaten auf effiziente Weise in vielschichtige neue Anwendungen zu bringen sind.

Der Kult-Klötzchen-Klassiker Minecraft, mit über 100 Millionen verkauften Editionen eines der bekanntesten und beliebtesten Computerspiele der Welt, erfindet Berlin Mitte neu.

Minecraft ist ein sogenanntes Open-World-Spiel, das auch von Schulen und freien Bildungsträgern in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt wird. Spielidee ist es, Klötzchen für Klötzchen, einzeln oder gemeinsam die eigene virtuelle Welt zu gestalten, faszinierende Bauwerke zu errichten oder ganze Städte und Landschaften entstehen zu lassen.

Die Technologiestiftung Berlin (TSB) hat zusammen mit der con terra GmbH eine Karte des Gebietes Berlin Mitte für Minecraft erstellt, die heruntergeladen und frei genutzt werden kann – ganz im Sinne von Open Data. So lässt sich das Gebiet zwischen Potsdamer Platz und Rosa-Luxemburg-Platz mit all seinen historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten wie dem Funkturm Alex von den Spielern nach Belieben völlig neu gestalten. Berlin kann Block für Block neu erfunden werden und jeder kann seine Ideen einbringen!

Ein gut 30 Sekunden langes Video gibt einen Einblick in die Umsetzung: 

Das Besondere der bereitgestellten Karte liegt in der automatisierten Erstellung aus offenen Geodaten des Berliner Datenportals und der OpenStreetMap. Hierfür haben die Geodatenexperten der con terra mit FME eine Technologie genutzt, die als Geodatendrehscheibe weitreichende Transformations- und Anpassungsmöglichkeiten bietet. Die amtlichen Daten haben Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin über das Berlin Open Data Portal bereitgestellt. Auch das 3D Modell Berlins - Berlins beliebtester offener Datensatz, der dank intelligenter Verbreitung von Metadaten auch in GOVDATA und im Europäischen Datenportal zu finden ist – kam hier zum Einsatz, um die Stadt über und sogar unter der Erde zu erstellen.

Mit dem Minecraft-Beispiel gelang der Beleg dafür, dass mit der passenden Brückentechnologie amtliche Geodaten auf effiziente Weise in vielschichtige neue Anwendungen zu bringen sind, um deren enormes wissenschaftliches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Potential ganz im Sinne von Open Government zu erschließen. Spannende Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich in Stadtplanungsprozessen, bei Bürgerbeteiligung, im Stadtmarketing und für Schulklassen, die ihre Schulumgebung nachbauen und neugestalten wollen. Amtliche Geodaten und Minecraft können so spielerisch einen neuartigen Beitrag zur Stadtplanung und digitalen Bildung leisten.

 

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