Konzept zur Ausrichtung und Anpassung der UBA.gdi an INSPIRE

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Die Herausforderung

Für den operationellen Betrieb von INSPIRE, der Richtlinie zum Aufbau einer europäischen Geodateninfrastruktur, muss das Umweltbundesamt seine Daten und Dienste in geeigneter Weise aufbereiten und bereitstellen. Dieses setzt voraus, dass der Betrieb der aktuellen Geodateninfrastruktur des UBA (UBA.gdi) und die Aufgabenverteilung zwischen den UBA - Fachgebieten, Geodatenmanagement und Rechenzentrum auf diese gesteigerten Anforderungen ausgerichtet wird.

Der Kunde

UBA 

Das Umweltbundesamt (UBA) ist die zentrale Umweltbehörde des Bundes und beschäftigt an seinem Hauptsitz in Dessau und weiteren 12 Standorten etwa 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das UBA hat sich das Ziel gesetzt,mögliche Beeinträchtigungen für Mensch und Umwelt rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und praktikable Lösungen vorzuschlagen. Neben der wissenschaftlichen Arbeit sind der Vollzug von Umweltgesetzen und die Information der Öffentlichkeit in Fragen des Umweltschutzes Arbeitsschwerpunkte.

In diesem Zusammenhang ist das UBA auch eine der zentralen Institutionen, die Geofachdaten zu umweltrelevanten Themen erhebt, sammelt und insbesondere über sein GeoPortal GISU (http://gisu.uba.de) für verschiedenste Zwecke und für unterschiedliche Zielgruppen zur Verfügung stellt.

www.umweltbundesamt.de

Die Lösung

Erstellung eines umfassenden Konzeptes für den Aufbau eines
zentralen Infrastrukturknotens, der auf der aktuellen GDI des UBA
aufsetzt und auf die Anforderungen von INSPIRE, GeoZG und
GDI-DE hin ausgerichtet wird.

  • Bestandsaufnahme: Überblick über die aktuell beim UBA vorhandene GDI und die eingesetzten Hard- und Softwarekomponenten. Zusammenstellung der für INSPIRE bzw. GDI-DE relevanten Metadaten und Geofachdaten aus dem Umweltmonitoring
  • Sollkonzept: Definition der Ziel-Architektur und -Infrastruktur. Ableitung konkreter technischer, fachlicher und organisatorischer Handlungsmaßnahmen zur Ausrichtung der UBA.gdi
  • Umsetzungsstrategie zur Ausrichtung der UBA.gdi: Priorisierung der Handlungsmaßnahmen nach fachlichen, technischen und wirtschaftlichen Aspekten sowie Erstellung einer Grobprojektplanung für den Zeitraum von Ende 2010 bis 2014
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nach IT WiBe: Wirtschaftliche Einschätzung der Arbeitspakete bzgl. Weiterentwicklung und Betrieb nach quantitativen (Kosten - haushaltswirksam oder nicht) und qualitativen Kriterien (Dringlichkeit, Qualität, strategische Bedeutung, externe Effekte)

Der Nutzen

Das vorliegende Konzept ist eine tragfähige und valide Basis für den zukünftigen Ausbau der UBA.gdi in Richtung INSPIRE und GDI-DE. Dabei berücksichtigt es die verschiedenen Sichten und Bedürfnisse der beteiligten Akteure. Es schafft Transparenz bzgl. notwendiger Maßnahmen zur Anpassung an die gesetzlichen Erfordernisse und zeigt Optimierungspotentiale im UBA.gdi Betrieb und im Geodatenmanagement auf. Ein klarer Handlungsrahmen und eine solide Wirtschaftlichkeitsbetrachtung in der Vorprojektphase geben Planungssicherheit für die nächsten Jahre.

Zusammenfassung

  • Basis: Umfassende Bestandsaufnahme der Ist-Situation; Zusammenstellung aller für INSPIRE und GDI-DE relevanter Informationen
  • Konzept: Konkrete technische, fachliche und organisatorische Handlungsmaßnahmen
  • Strategie: Klar strukturierte Vorgaben für das weitere Vorgehen
  • Mehrwert: Aufzeigen von Optimierungspotentialen durch Reorganisation des Geodatenmanagements
  • Transparenz: Spezifische Projektplanung der erforderlichen Handlungsmaßnahmen; Wirtschaftlichkeitsbetrachtung auf Basis quantitativer und qualitativer Kriterien nach IT WiBe

Kundenmeinung

„Mit diesem Konzept haben wir nun einen klaren Handlungsrahmen für die nächsten 4-5 Jahre definiert, in dem die erforderlichen Maßnahmen inhaltlich, zeitlich und finanziell unter Berücksichtigung der für das UBA relevanten Vorgaben von INSPIRE und GDI-DE transparent definiert sind. Unabhängig von der Erfüllung der INSPIRE Vorgaben wird das Konzept uns zudem helfen, die Abläufe im Geodatenmanagement und im UBA.gdi Betrieb zu optimieren und so die Akzeptanz bei allen beteiligten Akteuren – intern wie extern - weiter zu erhöhen.“

Dr. Thomas Schultz-Krutisch (UBA)
Peter J. Treffler (UBA)