Aufbau einer zukunftsfähigen GDI in Chemnitz

Die Aufgabe

Bereits seit 1994 nutzt die Stadt Chemnitz ein Geoinformationssystem (GIS). Die langjährig eingesetzte Technologie entsprach jedoch sowohl vom Look & Feel als auch aus Sicherheitsaspekten nicht mehr den geänderten Anforderungen. Proprietäre und komplexe Datenflüsse erschwerten zunehmend die GIS-basierten Arbeiten. Mit der Entscheidung für ein neues GIS wurde gleichzeitig ein verstärkter Fokus auf den Umstieg von Desktop-Arbeitsplätzen hin zu webbasierten GIS-Auskunftsarbeitsplätzen gelegt. Der mobilen Nutzung kam in diesem Kontext eine wichtige Rolle zu. 2014 wurde eine grundlegende Entscheidung für die Modernisierung der Geodateninfrastruktur getroffen – aufbauend auf der GIS-Basistechnologie von Esri. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die gewachsenen Fachlösungen und Eigenentwicklungen des bestehenden Auskunftssystems möglichst vollständig auf die neue Technologie-Plattform abzubilden und diese flexibel erweitern zu können.

Stadt Chemnitz Screen

Der Kunde

Chemnitz ist mit rund 250.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Freistaat Sachsen. Sie liegt am Nordrand des Erzgebirges, ist Hauptsitz der Landesdirektion Sachsen und Teil der Metropolregion Mitteldeutschland.
Als „Stadt der Moderne“ gehört Chemnitz heute zu den wachstumsstärksten Städten Deutschlands. Die Stadt ist Technologiestandort mit den Schwerpunktbranchen Automobil- und Zuliefererindustrie, Informationstechnologie sowie Maschinen- und Anlagenbau. Die Technische Universität, Forschungseinrichtungen wie die Fraunhofer-Institute und ein erfolgreicher Mittelstand, schaffen beste Voraussetzungen für wirtschaftliche Erfolge. Eine faszinierende Architektur, setzt im Stadtgebiet starke Akzente und spiegelt den Wandel der Zeit wieder.

www.chemnitz.de

Die Lösung

Mit map.apps, der Lösungsplattform der con terra Technologies wurde eine Software gefunden, mit der sich die geforderten Aspekte umsetzen lassen. So wurde zeitgleich mit der durch FME ETL-Prozesse unterstützten Überführung der Bestands-Geodateninfrastruktur bereits mit der Konzeption von Fachanwendungen auf Basis von map.apps begonnen. Von Beginn an wurde dabei auch ein entsprechendes Sicherheits- und Zugriffsschutz- Konzept unter Verwendung des security.manager von con terra realisiert.

Screen 2 Stadt Chemnitz

Basiert auf

  • ArcGIS Enterprise – GIS-Basistechnologie
  • map.apps – Lösungsplattform
  • security.manager – Sicherheitskonzept
  • FME – Spatial ETL Prozesse

Der Nutzen

Durch bidirektionale Verknüpfungen der technologischen Komponenten gelangt der Nutzer medienbruchfrei an die gewünschten Informationen, setzt diese in Beziehung und gewinnt neue Erkenntnisse. Die Datenflüsse aus den Fachverfahren wurden weitgehend durch FME-Servertechnik automatisiert und beruhen auf einem Regelwerk, welches konsequent in der Metadaten-Dokumentation festgeschrieben wird. Individuelle Anpassungen der auf map.apps basierenden Fachanwendungen erlauben die nutzerfokussierte Bereitstellung von Inhalten und Funktionen. So gibt es unter anderem spezielle Such- und Selektionsfunktionen, Anbindungen eines Schrägluftbildviewers oder eine spezielle Themensteuerung.
Die mittels security.manager von con terra definierten unterschiedlichen Sichten auf die über 145 Datenbestände ermöglichen die individuelle, intern und extern getrennte, Präsentation der Daten.
Der 3-stufige Prozess zur Veröffentlichung der Daten und Anwendungen – aus einer Development-Umgebung über ein Staging-System in das Produktiv-System – wird in map.apps durch das intelligente Management von Apps und Funktionsbausteinen stark vereinfacht.

Zusammenfassung

Die Geodateninfrastruktur der Stadt Chemnitz nutzt eine moderne WebGIS Plattform, basierend auf ArcGIS und con terra Technologies.

  • Konzeption und Aufbau einer zukunftsfähigen GDI auf Basis führender Technologie von Esri und con terra
  • FME Prozesse zur Migration und Integration von Datenbeständen
  • Individuelle Fachauskunfts- und Bürgerauskunftssysteme
  • Funktionale Anpassungen und Erweiterungen
  • Effizienter Betrieb und Administration einer Vielzahl von Apps
  • Durchgängiges Autorisierungskonzept und individuelle Sichten im Intranet und Internet
Kundenmeinung

"Mit Hilfe der Infrastrukturkomponenten von Esri und darauf aufbauend der Technologien und Lösungen von con terra ist es gelungen, das wertvollste Gut der GDI – die Geodaten – auf eine moderne und zukunftsweisende Plattform zu stellen. Der Datenbereitstellungsaufwand sowohl für Desktop-GIS als auch für WebGIS-Nutzer konnte maßgeblich vereinfacht werden. Die enge Verzahnung der Basistechnologien bietet großes Potential für den reibungsarmen Betrieb unserer GDI, da Schnittstellen standardisiert und auf ein Minimum reduziert werden konnten."

Jörg Arnold, Stadt Chemnitz